Abzüge verkaufen, ohne einen Shop zu betreiben
Nach der Bildauswahl kommt fast immer dieselbe Frage: „Können wir davon auch Abzüge bekommen?" Und dann beginnt das Hin und Her per E-Mail – welche Bilder, welches Format, wie viele. Am Ende steht eine Liste, die man sich aus fünf Nachrichten zusammensuchen muss.
Die naheliegende Lösung wäre ein Onlineshop. Aber ein Shop bringt Kasse, Steuerlogik, Versandprofile, Rückgaberecht und laufende Kosten mit. Für die zwei bis drei Bestellungen, die pro Shooting anfallen, ist das ein schweres Werkzeug für ein leichtes Problem.
Was tatsächlich fehlt: die Liste, nicht die Kasse
Wer genauer hinsieht, merkt: Das eigentliche Problem ist nicht das Bezahlen. Das klärst du mit deinen Kund:innen ohnehin persönlich, per Rechnung oder direkt im Studio. Das Problem ist die strukturierte Erfassung – welches Bild, welches Format, welche Menge, und das ohne Dateinamen-Ping-Pong.
Genau da setzt die Fotobestellung in Galero an. Deine Kund:innen setzen Fotos direkt aus der Galerie mit Format und Menge auf eine Bestellliste und schicken sie ab. Du bekommst eine saubere Aufstellung im Reiter „Bestellungen". Eine Zahlung wickelt Galero bewusst nicht ab – kein Warenkorb mit Kasse, kein Zahlungsdienstleister, kein Versand. Rechnung und Lieferung bleiben bei dir, so wie bisher.
Druckformate einmal anlegen, immer wieder nutzen
Deine Formate legst du einmalig in den Einstellungen an – „20 × 30 cm", „Leinwand 60 × 40", „Fine-Art-Print A3". Ein Preis ist optional: Du kannst ihn hinterlegen, musst aber nicht, und ein zweiter Schalter entscheidet, ob Besteller ihn überhaupt zu sehen bekommen.
Das ist praktischer, als es klingt. Bei Privatkund:innen zeigst du Preise gern direkt. Bei einem Firmenkunden mit ausgehandelten Konditionen lässt du sie besser weg und rechnest separat ab. Beides geht mit demselben Formatkatalog.
Formate lassen sich sortieren und inaktiv schalten, statt sie zu löschen. Nimmst du ein Format aus dem Programm, bleiben ältere Bestellungen trotzdem lesbar – ein gelöschtes Format würde alte Aufträge unverständlich machen.
Eine Liste über das ganze Shooting
Aktivierst du die Bestellung, dann sinnvollerweise auf der Hauptgalerie. Eine Bestellung spannt sich immer über die Hauptgalerie und alle Untergalerien hinweg. Deine Kund:innen wandern also durch „Getting Ready", „Zeremonie" und „Party" und füllen dabei eine einzige Liste, statt drei getrennte.
Soll aus einem Bereich ausdrücklich nicht bestellt werden können – etwa aus einer reinen Vorschau-Sektion –, schaltest du den Schalter dort einzeln ab. Wie Untergalerien generell funktionieren, steht in Große Shootings strukturieren.
Bestellschluss statt Nachfassen
Ein Bestellschluss ist die unscheinbarste, aber wirksamste Einstellung. Nach dem gesetzten Zeitpunkt bleibt die Bestellung lesbar, lässt sich aber nicht mehr ändern. Das erspart dir die Situation, in der du bereits beim Labor bestellt hast und zwei Tage später noch eine Ergänzung hereinkommt.
Dazu passt das Freitextfeld für Besteller: „Abholung im Studio ab dem 20., Bestellschluss ist der 15." steht dann direkt dort, wo bestellt wird – und nicht in einer E-Mail, die niemand mehr findet.
Angefangene Bestellungen gehen nicht verloren
Solange eine Bestellung nicht abgeschickt ist, ist sie ein Entwurf und liegt im Browser der bestellenden Person. Über einen Bearbeitungslink lässt sie sich später fortsetzen, auch auf einem anderen Gerät. Wer abends am Laptop anfängt und morgens am Handy weitermacht, verliert nichts.
Pro Person und Galerie gibt es genau eine abgeschickte Bestellung. Schickt jemand ein zweites Mal ab, werden die Angaben zusammengeführt statt verdoppelt – du bekommst also keine zwei widersprüchlichen Aufträge derselben Person.
Für wen sich das lohnt
Nicht für alle. Wer regelmäßig hunderte Prints im Monat verkauft, braucht irgendwann echte Shop-Infrastruktur mit Zahlungsabwicklung und Anbindung ans Labor. Wer aber pro Shooting eine Handvoll Abzüge verkauft und das bisher über E-Mail-Listen gelöst hat, spart sich genau die Arbeit, die niemand sehen will: das Zusammensuchen.
Die Fotobestellung ist in allen Plänen enthalten – Free-Plan starten und ausprobieren. Die Einrichtung Schritt für Schritt steht in der Hilfe.