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BrandingDesignWeiterempfehlung

Wie deine Galerie wirkt: Design, Titelbild und Branding

Mark Tewinkel5 Min. Lesezeit

Über die Galerie wird selten nachgedacht. Sie gilt als Transportweg: Bilder rein, Kunde schaut, fertig. Dabei ist sie fast immer der letzte Berührungspunkt mit deiner Arbeit – und derjenige, der weitergezeigt wird.

Wenn die Braut ihrer Mutter die Bilder zeigt, sieht die Mutter nicht deine Website. Sie sieht deine Galerie. Wenn ein Firmenkunde die Reportage in die Runde gibt, klickt die halbe Abteilung auf denselben Link. Das ist Reichweite, die du nicht kaufen musst – aber leicht verschenken kannst.

Drei Stile, eine Entscheidung

Galero bietet drei Voreinstellungen für die Kundenansicht, und die Wahl ist weniger Geschmacksfrage als Positionierung:

Klassisch setzt auf eine kräftige Überschrift, einen farbigen Verlauf und eine Akzentlinie. Es ist der präsenteste der drei Stile – passend, wenn deine Marke selbstbewusst auftreten soll.

Editorial arbeitet mit einer Serifen-Überschrift und viel Weißraum. Die Anmutung erinnert an ein gedrucktes Magazin und nimmt sich gegenüber den Bildern zurück.

Minimal verzichtet auf Verlauf und dekorative Linien. Wenn deine Bilder farbstark sind oder du eine sehr reduzierte Bildsprache hast, ist alles andere Konkurrenz.

Eine Empfehlung, die überraschend oft trägt: Nimm den Stil, der am wenigsten mit deinen Bildern konkurriert. Die Galerie soll nicht auffallen, sie soll die Bilder tragen.

Das Titelbild ist der erste Eindruck

Mit aktiviertem großen Titelbild öffnet die Galerie mit einem bildschirmfüllenden Coverfoto und dem Galerietitel darauf. Der Unterschied zur kompakten Kopfzeile ist erheblich – das eine wirkt wie eine Präsentation, das andere wie ein Dateiordner.

Praktisch mitgedacht: Ist kein Coverfoto gesetzt, fällt die Ansicht automatisch auf den kompakten Kopf zurück. Ein leerer schwarzer Bereich kann also nicht entstehen, auch wenn du das Titelbild vergisst.

Dazu kommt eine freie Untertitelzeile – ein Datum, ein Ort, ein Anlass. Und die Positionen der Kopfzeile „Galerie von …" und des Galerienamens lassen sich unabhängig voneinander auf oben oder mittig stellen. Das klingt nach Kleinkram, entscheidet aber darüber, ob der Text im Gesicht der Braut landet oder darüber.

Branding: dein Name statt unserer

Ab dem Pro-Plan trägt die Galerie dein Logo, deine Akzentfarbe und deinen Studio-Namen. Das ist der Punkt, an dem aus „ein Fotograf hat mir Bilder geschickt" ein „schau mal, was [dein Studio] gemacht hat" wird.

Die Sichtbarkeit von Name und Logo ist dabei dreiwertig einstellbar: Team-Standard, ausdrücklich anzeigen oder ausdrücklich ausblenden. Der Unterschied zwischen „erben" und „an" ist kein Zufall – wer den Namen teamweit ausblendet, kann ihn in einer einzelnen Galerie trotzdem zeigen. Etwa bei einem Co-Branding mit dem Kunden.

Für einzelne Galerien lässt sich das globale Branding komplett überschreiben: eigener Name, eigenes Logo, eigene Akzentfarbe. Praktisch bei Aufträgen, die unter fremder Marke laufen.

Was du dabei nicht übersehen solltest

Zwei Einstellungen wirken technisch, sind aber Gestaltung: Das Layout entscheidet zwischen einheitlichen Kacheln und natürlichem Seitenverhältnis. Und die EXIF-Anzeige blendet Kamera, Objektiv, Blende und ISO im Großbild ein. Letzteres ist standardmäßig aus – manche Fotograf:innen halten diese Angaben für Betriebsgeheimnis, andere zeigen sie gern. Beides ist vertretbar, aber es sollte eine Entscheidung sein und kein Versehen.

Bei mehreren Untergalerien überträgt der Design-Sync Stil und Titelbild auf alle Bereiche, damit nicht die Hälfte anders aussieht. Mehr dazu in Große Shootings strukturieren.

Branding gibt es ab dem Pro-Plan, die Stile und das Titelbild in jedem Plan – kostenlos starten. Alle Einstellungen im Detail in der Hilfe.