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LightroomWorkflowIntegration

Von Lightroom Classic direkt zum Kunden

Mark Tewinkel5 Min. Lesezeit

Der übliche Weg von Lightroom Classic in eine Kundengalerie hat vier Schritte: Bilder auswählen, in einen Ordner exportieren, im Browser hochladen, Ordner irgendwann aufräumen. Der letzte Schritt fällt regelmäßig aus, weshalb auf den meisten Fotografen-Rechnern ein Verzeichnis namens „Export_final_2" liegt, das niemand mehr anfassen möchte.

Ärgerlicher als der Speicherplatz ist die zweite Runde. Die Kundin bittet um eine kleine Korrektur, du änderst sie in Lightroom – und beginnst denselben Ablauf von vorn. Exportieren, hochladen, altes Bild in der Galerie suchen und ersetzen. Bei drei Korrekturen ist das mühsam, bei dreißig eine eigene Arbeitsstunde.

Lightroom kann veröffentlichen, nicht nur exportieren

Was viele nicht nutzen: Lightroom Classic kennt neben dem Export auch Veröffentlichungsdienste. Der Unterschied ist entscheidend. Ein Export ist eine Einbahnstraße – die Datei verlässt Lightroom und der Katalog vergisst sie. Ein Veröffentlichungsdienst merkt sich dagegen, welches Bild wohin gehört.

Genau darauf setzt das Galero-Plugin auf. Es macht aus Galero einen Veröffentlichungsdienst innerhalb von Lightroom: Du ziehst Bilder in eine Sammlung, klickst auf Veröffentlichen, und sie landen in der Galerie. Kein Exportordner, kein Browser-Upload.

Der eigentliche Gewinn: die zweite Runde

Der Zeitgewinn beim ersten Upload ist angenehm. Der Gewinn bei Nachbearbeitungen ist der Grund, es einzurichten.

Änderst du ein bereits veröffentlichtes Bild, markiert Lightroom es als „zu aktualisieren". Beim nächsten Veröffentlichen wird es automatisch neu übertragen und ersetzt die alte Fassung in der Galerie – am selben Platz, unter demselben Link. Der Kunde bekommt keine zweite Galerie und muss keinen neuen Link suchen.

Damit verschwindet die klassische Fehlerquelle: die alte Version, die in der Galerie stehen bleibt, weil man vergessen hat, sie auszutauschen.

Einrichtung: einmal ein Token

Das Plugin meldet sich über einen persönlichen Zugriffstoken an, den du in den Galero-Einstellungen erzeugst. Kein Passwort im Plugin, und wichtiger: Der Token lässt sich jederzeit widerrufen, ohne dass du dein Passwort ändern musst.

Das ist mehr als eine Formalie. Verkaufst du den Rechner, gibst du einen Arbeitsplatz ab oder ist ein Gerät abhandengekommen, ziehst du genau diesen Zugang zurück – und alles andere bleibt unberührt. Tokens gelten auf Team-Ebene, mehrere Arbeitsplätze können also je einen eigenen bekommen.

Das Plugin ist in allen Plänen kostenlos, auch im Free-Plan.

Was das Plugin nicht abnimmt

Ehrlichkeitshalber: Die Galerie-Einstellungen macht es nicht. Passwort, Ablaufdatum, Wasserzeichen, Design und Bestellfunktion legst du weiterhin in Galero fest. Das Plugin ist ein Transportweg für Bilder, kein Fernsteuerungsprogramm.

Sinnvoll ist deshalb die Reihenfolge: Galerie mit den gewünschten Einstellungen anlegen – oder gleich aus einer Vorlage –, danach aus Lightroom veröffentlichen. Wie du die Struktur bei größeren Aufträgen aufbaust, steht in Große Shootings strukturieren.

Wann sich das lohnt

Wenn du ohnehin in Lightroom Classic arbeitest, praktisch immer – der Aufwand ist einmalig, der Nutzen dauerhaft. Arbeitest du mit Capture One oder direkt aus Photoshop, bleibt der normale Upload im Browser der Weg; er funktioniert unverändert und nimmt neben JPEG, PNG, WebP und TIFF auch die gängigen RAW-Formate entgegen.

Nach dem Upload beginnt der eigentlich interessante Teil, die Abstimmung mit dem Kunden. Wie die schnell wird, steht in Bildauswahl mit Kunden.

Das Lightroom-Plugin ist in jedem Plan kostenlos – Konto anlegen oder direkt die Plugin-Seite ansehen. Installation Schritt für Schritt in der Hilfe.